Tipps für Senioren zum Thema Corona Covid-19

Thema Corona Covid-19

Der Virus Corona ist in aller Munde und gerade für Sie, liebe Seniorinnen und Senioren, ein wichtiges Thema. So manch einer denkt vielleicht: „Ich habe schon so viel erlebt, da habe ich doch keine Angst vor so einem Virus.“
Doch dieser Gedanke ist falsch! Corona geht uns alle an!

Seniorinnen und Senioren sind schon alleine aufgrund ihres Alters mehr gefährdet als andere, schwerwiegend an dem Coronavirus Covid-19 zu erkranken. Schon ab einem Alter von 50 Jahren arbeiten die Abwehrkräfte nicht mehr so gut. Und kommen dann auch noch Vorerkrankungen hinzu, hat der Körper es noch schwerer, das Virus zu bekämpfen. Hier haben wir einige wichtige Informationen für Sie zusammengetragen.

Bitte nehmen Sie das Virus ernst und passen Sie auf sich auf.

Übersicht

Lassen Sie sich testen

Es geht um Ihre Gesundheit. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden und man muss oder möchte andere Menschen treffen. Vielleicht möchten Sie auch einen lieb gewordenen Menschen in einem Altenheim besuchen oder Sie hatten Besuch von den Enkeln und möchten sicher gehen, dass Sie sich nicht angesteckt haben. Seit dem 26.03.2021 gibt es auch in Much ein Testzentrum, und zwar gegenüber der alten Villa (Musikschule) in der Schulstr. 10, Much-Zentrum.

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Dort können Termine zu den ausgeschriebenen Zeiten gebucht werden und in der Schulstraße 10 wahrgenommen werden. Bitte nicht vergessen die Einverständniserklärung auszudrucken und unterschrieben mittzubringen. Ebenfalls wichtig ist das Mitbringen des Personalausweises zum Datenabgleich der Anmeldung.

Sollten Sie mit der Online-Buchung nicht zu Recht kommen und niemanden haben, der Ihnen hierbei hilft, so unterstützt Sie gerne der Seniorenbeirat. Diese sind montags, mittwochs und freitags von 15.00 - 17.00 Uhr unter 0177-3473736 erreichbar.

Zu Hause bleiben

Es geht um Ihre Gesundheit. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, d.h. der Krankheitsverlauf kann schlimmer sein bis hin zum Tod. Daher reduzieren Sie Ihre Kontakte zu anderen Menschen, auch zu der eigenen Familie. Gerade die geliebten Enkel könnten Überträger des Virus sein ohne selbst Symptome zu zeigen. Verlassen Sie das Haus nur bei lebensnotwendigen Gängen, die niemand Ihnen abnehmen kann.

Wenn Sie das Haus verlassen müssen und in ländlicher Gegend vielleicht einen kleinen Spaziergang unternehmen möchten, dann bitte nur alleine und dort wo Sie nur wenigen Menschen begegnen. Halten Sie möglichst zwei Meter Abstand zu allen Personen. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

Und ganz wichtig: Lüften Sie regelmäßig die Wohnung. Öffnen Sie mehrfach am Tag die Fenster ganz weit, holen Sie tief Luft und hören den Vögeln bei dem Gezwitscher zu.

Sie müssen zum Arzt oder benötigen etwas aus der Apotheke?

Rufen Sie vor dem Arztbesuch vorher dort an. Viele Ärzte haben ihre Sprechstunden geändert oder einen anderen Ablauf festgelegt. Wenn es nur um ein neues Rezept geht, bestellen Sie die Arzneimittel telefonisch bei Ihrem Arzt. Dieser gibt das Rezept in Ihre Apotheke und dann lassen Sie sich diese bequem von der Apotheke liefern.

Hilfsangebote annehmen

Lassen Sie sich helfen. Familie aber auch Nachbarn gehen in dieser Zeit gerne für Sie einkaufen. Auch wenn Sie Ihren gewohnten Einkauf in den Supermarkt vermissen werden, es geht um Ihre Gesundheit. Nehmen Sie diese Hilfe an.

Auch die evangelische sowie die katholische Kirchengemeinde hilft bei den täglichen Besorgungen, falls Sie niemanden haben, der für Sie Besorgungen erledigt.

Ev. Kirchengemeinde: 0 22 45 – 21 24

Coronahilfe der Kath. Kirchengemeinde: 0 22 45 - 91 59 88 0

Dem Tag Struktur geben und doch ein wenig Sport machen

Auch wenn Sie zu Hause bleiben... geben Sie Ihrem Tag eine feste Struktur.

Stehen Sie zu einer festen Zeit auf, führen Sie Rituale ein wie Zeitung lesen, im Internet recherchieren, einmal die Woche mit den Kegelfreunden telefonieren oder etwas tun, was Sie früher einmal gemacht haben wie z.B. Fotos sortieren oder Topflappen häkeln.

Aber auch Sport ist wichtig.

Damit Sie während der Pandemie Sport treiben können und Ihr Immunsystem stärken, haben wir Ihnen einige Möglichkeiten rausgesucht. Am einfachsten und am regelmäßigsten ist es, wenn Sie Ihr im Fernsehen das Programm "BR" anschalten: täglich und kostenlos in Ihrem Wohnzimmer haben Sie die Möglichkeit etwas für Ihre Fitness und Gesundheit zu tun. Das Training dauert 15 Minuten und erscheint täglich ca. um 7.20 Uhr und 8.20 Uhr (Sonntags geänderte Zeiten)

 

Kontakt mit anderen halten

Wichtig ist es, trotz der Einschränkungen den Kontakt zu anderen nicht zu verlieren. Hierzu gibt viele Möglichkeiten:

  • Kramen Sie in Ihren Telefonbuch und rufen alte Bekannte an. Auch diese sind zu Hause und freuen sich über einen Anruf
  • Schreiben Sie einen Brief an Ihre Freunde. Sie bekommen bestimmt eine Antwort. Die Briefmarken bringt Ihnen jemand mit dem Einkauf der Lebensmittel mit.
  • Öffnen Sie das Fenster und sprechen dort auf Distanz mit Ihrem Enkel oder der Nachbarin


Und … lassen Sie sich von den Möglichkeiten der neuen Medien überzeugen:

  • Schreiben Sie Ihren Bekannten eine EMail
  • Gründen Sie eine Whatsapp-Gruppe mit Freunden oder der Familie und tauschen sich täglich aus. Sie wissen nicht wie das geht? Ihre Kinder oder Nachbarn zeigen Ihnen dies gerne. Trauen Sie sich.
  • Nutzen Sie Skype um mit Ihren Verwandten sich zu unterhalten. Skype ist ein Videoanruf über Ihren PC.


Sie sind nicht alleine.
Die evangelischen und katholischen Seelsorger in Much stehen Ihnen gerne für ein Telefonat zur Verfügung: Montag bis Samstag immer von 10 bis 11 Uhr unter 0160 - 23 25 232.

Kostenlose FFP 2-Masken

Für Risikogruppen oder über 60-Jährige bestand bis zum 06.01.2021 die Möglichkeit, kostenlos gegen Vorlage des Personalausweises drei sogenannte „FFP2-Schutzmasken“ aus der Apotheke abzuholen.

Im Laufe des Januars 2021 erhalten Anspruchsberechtigte erneut die Möglichkeit, sich kostenlos FFPS-Schutzmasken in der Apotheke abzuholen. Sie erhalten von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung hierfür fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken.

Die Coupons werden in drei Wellen versendet: zuerst erhalten Personen ab 75 Jahren, danach Personen ab 70 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Erkrankungen und Risikofaktoren, uns zuletzt alle Versicherte ab 60 Jahren einen Coupon. Der erste Coupon kann in der Zeit zwischen dem 01.01. – 28.02.2021 in der Apotheke eingelöst werden, der zweite im Zeitraum 16.02. – 15.04.2021.

Die Anspruchsberechtigten zahlen pro eingelösten Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu.

 

Die Impfung gegen das Coronavirus

Seit dem 27.12.2020 wird in Deutschland geimpft. Die Impfung ist für alle Bürger und Bürgerinnen freiwillig und kostenlos.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15.12.2020 in Kraft getreten. Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht um alle Menschen zu impfen, die dies wünschen.

Nach der Impfverordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser und Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe.

Die Priorisierung im Einzelnen:

Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.

Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, Trisomie 21 oder eine geistige Behinderung (bzw. Demenz) oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben.
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Die Impfung erfolgt in zwei Dosen innerhalb von drei Wochen, um sicherzugehen, dass ein Impfschutz gegen das Virus erreicht wird.

Auch nach einer Impfung gelten die bestehenden Empfehlungen (AHA-Formel) und Einschränkungen für alle weiterhin.

Für den Rhein-Sieg-Kreis wurde ein Impfzentrum in der Asklepios Kinderklinik in Sankt Augustin errichtet: Arnold-Janssen-Straße 29, 53757 Sankt Augustin. Zusätzlich wird es auch mobile Teams geben, die vor Ort impfen, zum Beispiel in Pflegeheimen.

Anmelden können sich Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre ab Montag, 25. Januar 2021. Sie müssen dazu die Online-Anmeldung unter www.116117.de oder die kostenlose Telefonnummer 0800 116 117 01 der kassenärztlichen Vereinigung nutzen. Die Telefonnummer steht ab dem nächsten Montag täglich von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr zur Verfügung, wegen der starken Nachfrage ist leider mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Mehr Informationen über die Impfstoffe erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums:

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/

Sobald ausreichend Impfstoff vorhanden ist, können Interessiere, die zur priorisierten Gruppe gehören, einen Termin vereinbaren. Ohne Termin ist eine Impfung nicht möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Merkblatt zur Impf-Aufklärung https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/covid_19_aufklaerung_2020-12-22.pdf

Vorsicht bei Hilfsangeboten

Das Telefon und Internet rücken nun stärker in den Lebensmittelpunkt und verschaffen die notwendigen Verbindungen nach draußen.
Vorsicht ist geboten, wenn sich plötzlich Menschen melden, die bei Ihnen persönlich an der Tür klingeln oder anrufen und Sie diese nicht kennen. Auch wenn die „Polizei“ anruft, fragen Sie nach dem Namen und Dienstnummer und rufen Sie bei der zuständigen Polizeiwache zurück.

Seien Sie wachsam und lassen Sie niemanden rein. Bei einem Telefonanruf legen Sie sofort auf. Verständigen Sie sofort Ihre Angehörigen oder die Nachbarn!

Und wenn Sie Krankheitssymptome bemerken:

  • Informieren Sie Ihre Angehörigen
  • Rufen Sie Ihren Hausarzt an und klären die Symptome ab
  • Außerhalb der Sprechzeiten rufen Sie unter Tel. 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst an.


Vor allem aber: bleiben Sie ruhig und rufen den Notruf 112 nur im Notfall an – dieser steht für lebensbedrohliche Krankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall), Feuer und Unfälle zur Verfügung und muss für diese unbedingt freigehalten werden.

Infos zum Herunterladen

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Informationen zu Corona in leichter Sprache

empfehlungen_zum_coronavirus.pdf (pdf, 198,1 KiB)

Empfehlungen für pflegende Angehörige

naehanleitung-mundschutz.pdf (pdf, 599,9 KiB)

Nähanleitung für einen Mundschutz

Video: Stoffmaske selber nähen

Selbstgenähte Masken richtig reinigen

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