Tipps für Senioren zum Thema Corona Covid-19

Thema Corona Covid-19

Der Virus Corona ist in aller Munde und gerade für Sie, liebe Seniorinnen und Senioren, ein wichtiges Thema. So manch einer denkt vielleicht: „Ich habe schon so viel erlebt, da habe ich doch keine Angst vor so einem Virus.“
Doch dieser Gedanke ist falsch! Corona geht uns alle an!

Seniorinnen und Senioren sind schon alleine aufgrund ihres Alters mehr gefährdet als andere, schwerwiegend an dem Coronavirus Covid-19 zu erkranken. Schon ab einem Alter von 50 Jahren arbeiten die Abwehrkräfte nicht mehr so gut. Und kommen dann auch noch Vorerkrankungen hinzu, hat der Körper es noch schwerer, das Virus zu bekämpfen. Hier haben wir einige wichtige Informationen für Sie zusammengetragen.

Bitte nehmen Sie das Virus ernst und passen Sie auf sich auf.

Übersicht

Zu Hause bleiben

Es geht um Ihre Gesundheit. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, d.h. der Krankheitsverlauf kann schlimmer sein bis hin zum Tod. Daher reduzieren Sie Ihre Kontakte zu anderen Menschen, auch zu der eigenen Familie. Gerade die geliebten Enkel könnten Überträger des Virus sein ohne selbst Symptome zu zeigen. Verlassen Sie das Haus nur bei lebensnotwendigen Gängen, die niemand Ihnen abnehmen kann.

Wenn Sie das Haus verlassen müssen und in ländlicher Gegend vielleicht einen kleinen Spaziergang unternehmen möchten, dann bitte nur alleine und dort wo Sie nur wenigen Menschen begegnen. Halten Sie möglichst zwei Meter Abstand zu allen Personen. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

Und ganz wichtig: Lüften Sie regelmäßig die Wohnung. Öffnen Sie mehrfach am Tag die Fenster ganz weit, holen Sie tief Luft und hören den Vögeln bei dem Gezwitscher zu.

Sie müssen zum Arzt oder benötigen etwas aus der Apotheke?

Rufen Sie vor dem Arztbesuch vorher dort an. Viele Ärzte haben ihre Sprechstunden geändert oder einen anderen Ablauf festgelegt. Wenn es nur um ein neues Rezept geht, bestellen Sie die Arzneimittel telefonisch bei Ihrem Arzt. Dieser gibt das Rezept in Ihre Apotheke und dann lassen Sie sich diese bequem von der Apotheke liefern.

Hilfsangebote annehmen

Lassen Sie sich helfen. Familie aber auch Nachbarn gehen in dieser Zeit gerne für Sie einkaufen. Auch wenn Sie Ihren gewohnten Einkauf in den Supermarkt vermissen werden, es geht um Ihre Gesundheit. Nehmen Sie diese Hilfe an.

Auch die evangelische sowie die katholische Kirchengemeinde hilft bei den täglichen Besorgungen, falls Sie niemanden haben, der für Sie Besorgungen erledigt.

Ev. Kirchengemeinde: 0 22 45 – 21 24

Coronahilfe der Kath. Kirchengemeinde: 0 22 45 - 91 59 88 0

Dem Tag Struktur geben

Auch wenn Sie zu Hause bleiben... geben Sie Ihrem Tag eine feste Struktur.

Stehen Sie zu einer festen Zeit auf, führen Sie Rituale ein wie Zeitung lesen, im Internet recherchieren, einmal die Woche mit den Kegelfreunden telefonieren oder etwas tun, was Sie früher einmal gemacht haben wie z.B. Fotos sortieren oder Topflappen häkeln.

Kontakt mit anderen halten

Wichtig ist es, trotz der Einschränkungen den Kontakt zu anderen nicht zu verlieren. Hierzu gibt viele Möglichkeiten:

  • Kramen Sie in Ihren Telefonbuch und rufen alte Bekannte an. Auch diese sind zu Hause und freuen sich über einen Anruf
  • Schreiben Sie einen Brief an Ihre Freunde. Sie bekommen bestimmt eine Antwort. Die Briefmarken bringt Ihnen jemand mit dem Einkauf der Lebensmittel mit.
  • Öffnen Sie das Fenster und sprechen dort auf Distanz mit Ihrem Enkel oder der Nachbarin


Und … lassen Sie sich von den Möglichkeiten der neuen Medien überzeugen:

  • Schreiben Sie Ihren Bekannten eine EMail
  • Gründen Sie eine Whatsapp-Gruppe mit Freunden oder der Familie und tauschen sich täglich aus. Sie wissen nicht wie das geht? Ihre Kinder oder Nachbarn zeigen Ihnen dies gerne. Trauen Sie sich.
  • Nutzen Sie Skype um mit Ihren Verwandten sich zu unterhalten. Skype ist ein Videoanruf über Ihren PC.


Sie sind nicht alleine.
Die evangelischen und katholischen Seelsorger in Much stehen Ihnen gerne für ein Telefonat zur Verfügung: Montag bis Samstag immer von 10 bis 11 Uhr unter 0160 - 23 25 232.

Vorsicht bei Hilfsangeboten

Das Telefon und Internet rücken nun stärker in den Lebensmittelpunkt und verschaffen die notwendigen Verbindungen nach draußen.
Vorsicht ist geboten, wenn sich plötzlich Menschen melden, die bei Ihnen persönlich an der Tür klingeln oder anrufen und Sie diese nicht kennen. Auch wenn die „Polizei“ anruft, fragen Sie nach dem Namen und Dienstnummer und rufen Sie bei der zuständigen Polizeiwache zurück.

Seien Sie wachsam und lassen Sie niemanden rein. Bei einem Telefonanruf legen Sie sofort auf. Verständigen Sie sofort Ihre Angehörigen oder die Nachbarn!

Und wenn Sie Krankheitssymptome bemerken:

  • Informieren Sie Ihre Angehörigen
  • Rufen Sie Ihren Hausarzt an und klären die Symptome ab
  • Außerhalb der Sprechzeiten rufen Sie unter Tel. 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst an.


Vor allem aber: bleiben Sie ruhig und rufen den Notruf 112 nur im Notfall an – dieser steht für lebensbedrohliche Krankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall), Feuer und Unfälle zur Verfügung und muss für diese unbedingt freigehalten werden.

Infos zum Herunterladen

infos-corona-in-leichter-sprache.pdf (pdf, 101,1 KiB)

Informationen zu Corona in leichter Sprache

empfehlungen_zum_coronavirus.pdf (pdf, 198,1 KiB)

Empfehlungen für pflegende Angehörige

naehanleitung-mundschutz.pdf (pdf, 599,9 KiB)

Nähanleitung für einen Mundschutz

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